Rasti möbelt Städte auf!


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Kurz & knapp: Die Technische Richtlinie des ADFC

Der ADFC testet Fahrradparker auf ihre Gebrauchstauglichkeit und Sicherheit. In der technischen Richtlinie TR 6102 werden insbesondere die am Markt befindlichen breiteren Reifengrößen, aktuelle Abmessungen von Fahrradschlössern und Rahmenformen berücksichtigt. Nur Parker, die die strenge Qualitätsprüfung bestehen, erhalten das Prüfsiegel „ADFC-empfohlene Qualität".

Wie prüft der ADFC?

ADFC-Sachverständige oder vom ADFC beauftragte unabhängige Personen überprüfen die Fahrradparker. Im Praxistest erproben außerdem vier aktive und erfahrene Radfahrer(innen) unterschiedlichen Alters, ob die Fahrradparker bequem und sicher sind.

Jede Person führt zehn Parkvorgänge mit seinem eigenen Rad an derselben Parkmöglichkeit aus, wobei auch ungünstige Kombinationen mit Nachbarfahrrädern und alle vom Hersteller angegebenen Positionen untersucht werden.

Der ADFC achtet bei seiner Auswahl darauf, dass unterschiedliche Rahmentypen, Lenkerformen und Reifengrößen (von 24 bis 28 Zoll) vertreten sind. Auch Anbauteile wie Fahrradkörbe, Kindersitze, Flaschenhalter und Rückspiegel werden berücksichtigt. Ebenso wichtige Punkte: Sind die Parker auch für Fahrräder mit befüllte Packtaschen bis zu einem Gewicht von 5 kg gut geeignet? Oder: Lässt sich das Fahrrad komfortabel abschließen, sowohl mit einem Kabel- oder Kettenschloss (Umfang von ca. 800 mm) als auch mit einem Bügelschloss (lichte Breite von ca. 110 mm, lichte Länge von ca. 230 mm)?

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Anforderungen an den Fahrradparker

1. Aufstellanleitung

Im Praxistest wird überprüft, ob ein Mensch den Fahrradparker fehlerfrei und unproblematisch anhand der Konstruktions- und Aufstellanleitung aufbauen kann.

2. Zugänglichkeit und Seitenfreiheit

Der Fahrradparker muss ein leichtes Ein- und Ausparken, Anschließen und Beladen gewährleisten, ohne andere Fahrräder zu beschädigen. Die ADFC-Empfehlungen sind nur gültig, wenn Mindest-Abstände zwischen den eingestellten Fahrrädern eingehalten werden, wie z. B. 70 cm bei nur tiefer Radeinstellung und 50 cm bei abwechselnd hoch/tiefer Radeinstellung.

3. Wartung

Durch eine umweltverträgliche Oberflächenbehandlung und Werkstoffauswahl sollte der Fahrradparker robust gegenüber Witterungseinflüssen sein. Für reparaturanfällige Teile muss der Hersteller eine einfache Ersatzteillieferung nachweisen.

4. Sicherheit des leeren Fahrradparkers

Ein Fahrradparker muss für Fußgänger gut zu sehen sein sowie gewährleisten, dass Personen, die dennoch in ihn hineinfallen, keine Verletzungen erleiden.

5. Festigkeit und Widerstand gegen mutwillige Zerstörung

Wie robust ist der Fahrradparker im täglichen Gebrauch? Das Gerät darf auch keine Verletzungsgefahr darstellen, wie z. B. durch scharfe Kanten, spitze Teile und hervorstehende Ecken.

Der Härtetest: Zur Vandalismusprüfung probieren Erwachsene verschiedene Beschädigungsmöglichkeiten aus wie Drücken oder Verbiegen. Sie dürfen dafür auch Gegenstände wie Taschenmesser, Schlüsselbund und Flaschenöffner zur Hilfe nehmen.

Wenn Teile des Fahrradparkers durch Vandalismus oder andere Ursachen wie z. B. rangierende Autos beschädigt werden können, wird überprüft, ob die Möglichkeit eines einfachen und kostengünstigen Austauschs besteht.

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Weitere Punkte im Praxistest:

  • Ist das Ein und Ausparken ohne besonderen Zeit- und Kraftaufwand möglich?
  • Steht das Fahrrad fest, auch beim Beladen mit Taschen und Hineinsetzen eines Kindes in den Kindersitz?
  • Ist gewährleisten, dass ein Fahrrad beim Ein –und Ausparken nicht beschädigt wird?
  • Kann ein Verhaken von Fahrradteilen mit der Anlage ausgeschlossen werden?
  • Bietet der Fahrradparker genügend Diebstahlschutz und ausreichende Möglichkeiten, das Fahrrad mit den handelsüblichen Schlössern anzuschließen?
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